Rundfunkfrequenzen langfristig erhalten!

Allianz für TV-, Radio- und Kulturveranstalter fordert:
Weiterhin exklusive Nutzung der Rundfunkfrequenzen.

Rundfunk- und Kulturveranstalter kämpfen um ihr Frequenzband zwischen 470 bis 694 MHz. Was das für den Zugang zu unseren Qualitätsmedien und für die Demokratie bedeutet. Welche politische Verantwortung die Bundesregierung jetzt trägt. Informationen dazu hier.
 

AKTUELL: Unter dem Motto #saveourspectrum appelliert am 30. Juni die Rundfunk- und Kulturindustrie aus 17 europäischen Ländern in einem gemeinsamen "Aufruf an Europa" an Politik und Regulierungsbehörden via PR- und Social Media-Offensive... Mehr Infos >>

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Der Auftakt der österreichweiten Initiative fand als Pressekonferenz am 22. April 2022 im Wiener Volkstheater statt:

 

Die Zukunft des UHF-Bandes

Warum Rundfunk- und Kulturveranstalter um ihr Frequenzband kämpfen

In allen Staaten Europas nutzen Rundfunk- sowie Kulturveranstalter jeder Größe das Frequenzspektrum zwischen 470 MHz – 694 MHz, das sogenannte UHF-Spektrum. Das UHF-Spektrum ist eine Säule für den niedrigschwelligen Zugang zu Qualitätsmedien. Zu Meinungs- und Medienpluralismus und zur Sicherung der Demokratie. Mit dem UHF-Spektrum werden tagtäglich Medienkonsumenten und das Kulturpublikum via Fernsehen und Veranstaltungstechnologie erreicht.

UHF-Band: Gemeinsame Nutzung sichert Kulturvielfalt

Programm- und Eventveranstalter von Live-Produktionen benötigen drahtlose Produktionstechnik wie Funkmikrofone für Bühnenproduktionen. Diese nutzen die Frequenzen im UHF-Band koordiniert und in Symbiose mit dem Rundfunk.

Konsument*innen profitieren doppelt. Durch die bewährte Koexistenz von Rundfunk und drahtloser Produktionstechnik können wir Medien- und Veranstaltungsangebote gleichzeitig in größter Qualität hören und sehen, auch wenn wir gerade nicht im Theater oder im Konzerthaus anwesend sind.

 

Das ist der Sauerstoff für unsere offenen Gesellschaften. Damit trägt das UHF-Band zur Sicherung der nationalen Kulturvielfalt bei.

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Neue Frequenz-Zuweisung ab 2030

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Bei der World Radio Conference im November 2023 steht die derzeitige Nutzung dieser Frequenzen auf dem Prüfstand. Eine neue Frequenz-Zuweisung ab 2030 zugunsten einer Nutzung gemeinsam mit dem Mobilfunk steht im Raum.

Aber die gemeinsame Nutzung mit dem Mobilfunk würde zwangsläufig mit einer Reduktion des verfügbaren Spektrums für Rundfunk und Kultur einhergehen. Dem Mobilfunk steht dagegen die effizientere Nutzung des bereits zugewiesenen Spektrums offen. Eine allfällige Umwidmung ist daher auch nicht notwendig. Zudem bestünde bei einer gemeinsamen Nutzung das Risiko von Störungen. Vor allem in dicht besiedelten Regionen Europas ist ein Nebeneinander von Rundfunk-, Funkmikrofon- und Mobilfunkservices technologisch nicht umsetzbar. Sie stören sich gegenseitig.

Damit drohen demokratiepolitische und wirtschaftliche Nachteile. Daher fordern Rundfunk- und Kulturveranstalter in ganz Europa die langfristige Erhaltung des UHF-Bandes!

Wer entscheidet nun die Zukunft des UHF-Bandes?

Der Beratungs- und Meinungsbildungsprozess innerhalb der EU beginnt bei den Regierungen der Mitgliedstaaten.

 

In Österreich sind formell das Bundesministerium für Finanzen sowie das Staatsekretariat für Digitalisierung und Breitband zuständig. Als klassische infrastruktur-, medien- und kulturpolitische Querschnittsmaterie sind auch das Bundesministerium für Frauen, Familien, Integration und Medien im Bundeskanzleramt sowie das ebenfalls im Bundeskanzleramt angesiedelte Staatssekretariat für Kultur in die politische Willensbildung eingebunden.

Diese entsenden nationale Vertreter in eine EU-Frequenzexpertengruppe, die sogenannte Radio Spectrum Policy Group, die die Entscheidung für die Europäische Kommission und den EU-Rat vorbereitet. In der zweiten Hälfte des Jahres 2022 soll über die EU-Position für die WRC 2023 entschieden werden. Es ist somit dringend an der Zeit, die Konsequenzen für die Rundfunk, Kultur- und Produktionstechnikbranche aufzuzeigen!

 

Der Entscheidungsprozess hat europaweit die betroffenen Stakeholder eng aneinanderrücken lassen. Mit ersten Erfolgen. So möchte die aktuelle deutsche Bundesregierung das UHF-Band dauerhaft für Kultur und Rundfunk sichern. 

 

Darum kämpft auch eine breite österreichische Allianz aus öffentlich-rechtlichem und privatem Rundfunk, Kulturbühnen- und Eventveranstaltern sowie Produktionsfirmen, die alle auf das UHF-Band angewiesen sind.

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Rundfunkfrequenzen ab 2030 in Gefahr

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Ökologisch nachhaltige Rundfunkverbreitung

Der Aspekt der Energieeffizienz spricht ebenfalls dafür, das Sub-700-Spektrum weiterhin für die Übertragung von Rundfunk und Kultur zu nutzen. Eine aktuelle Vergleichsstudie (LoCaT 2021) zeigt, dass der Energieverbrauch des digitalen Antennenfernsehens gegenüber Streaming über Internet oder Mobilfunk am geringsten ausfällt.

 

5G Broadcast ist eine Lösung für die energieeffiziente mobile TV-Übertragung, da die wachsende Video-Streaming-Last in Breitbandnetzen signifikant reduziert wird und somit ein noch vorteilhafterer Klima-Effekt erzielt werden kann. Mehr Informationen

Über den Fernseher lachen

Was wir fordern

Die Allianz der TV- und Kulturveranstalter fordert, dass das bestehende und bewährte UHF-Spektrum so wie bisher dem terrestrischen Rundfunk und den Kultur- und Eventveranstaltern über 2030 hinaus exklusiv vorbehalten bleibt. Demokratieerhalt und Kulturvielfalt müssen durch den niedrigschwelligen Medienzugang gesichert bleiben!

As Seen On

Das sagen unsere Mitglieder:innen

"Die betroffenen Branchen haben keinen Frequenzspielraum mehr, weshalb unsere Forderung nach einer langfristig abgesicherten, exklusiven Nutzung des Rundfunkspektrums alternativlos ist."

Michael Wagenhofer, Geschäftsführer der Allianz und Sprecher der Allianz

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"Wir wollen Audio- und Bewegtbildinhalte auch weiterhin möglichst effizient zu unseren Hörer:innen und Seher:innen bringen. Dafür benötigen wir auch in Zukunft das UHF-Spektrum. Andernfalls droht der Verlust von Angebotsvielfalt und Medienqualität."

Corinna Drumm, Geschäftsführerin des Verbands Österreichischer Privatsender

"Unzählige Funkmikrofone und andere drahtlose Geräte wie In-Ear- oder Talkback-Systeme in der Medienproduktion werden intensiv im UHF-Spektrum betrieben. Nur mit dem UHF-Spektrum sind Konzerttourneen durch Europa mit dem eigenen Tonequipment möglich. "

Othmar Stoss, Präsident der Österreichischen Theatertechnischen Gesellschaft (OETHG)

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"Öffentlich-rechtlicher Rundfunk muss seiner medienpolitischen Verpflichtung zur Versorgung der Bevölkerung, insbesondere in Krisenzeiten, nachkommen können. Dazu gehört Infrastruktursouveränität über ein terrestrisches Sendernetz."

Harald Kräuter, Direktor für Technik und Digitalisierung im ORF 

"Wir könnten ohne UHF-Frequenzen eine Oper wie Nabucco im 2000 Jahre alten Steinbruch von St. Margarethen nicht spielen weil rund 40 Funkstrecken nicht funktionieren würden. Eine Katastrophe! 

Daniel Serafin, Intedant Oper im Steinbruch St. Margarethen

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"Die möglichen Kosten für einen Systemwechsel durch meine Umwidmung der Rundfunkfrequenzen für die Kulturbetriebe in Österreich wären enorm und würden eine dauerhafte Belastung für die kulturellen Angebote bedeuten."

Cay Stefan Urbanek, Kaufmännischer Direktor des Volkstheaters

Mitglieder der Allianz der TV, Radio und Kulturveranstalter

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Der Zeit ihre Kunst.
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Mag. Dietmar Trummer

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